Wochenende in Los Angeles

Vorletztes Wochenende war ich von Freitag bis Sonntag in Los Angeles. Ursprünglich hatte ich geplant am Samstagabend zu einem Festival mit Great White und Warrant in Lake Elsinore in der Nähe von LA zu fahren. Am Donnerstagabend hab ich dann durch Zufall im Internet noch gelesen, dass die ganze Veranstaltung auf November verschoben wird. Da habe ich kurzerhand umgeplant und habe stattdessen ein Konzert am Freitagabend in Santa Ana (auch mit Warrant, leider ohne Great White) besucht.
Den Freitag habe ich frei bekommen und so konnte ich Mittags losfahren. Eigentlich wollte ich den Highway 1 entlang der Pazifikküste runter nach LA nehmen, aber durch das Konzert am Abend musste ich die schnellere Interstate 5 weiter im Landesinneren nehmen. Trotzdem hat die Fahrt noch etwa sieben Stunden gedauert und ich bin gerade rechtzeitig in Santa Ana angekommen. Warrant war echt klasse, besser als erwartet und mit Ausnahme vom Sänger noch in der gleichen Besetzung wie vor 20 Jahren
Der neue Sänger hat eine echt gute Figur gemacht und die Jungs haben praktisch das komplette Best Of Album runtergespielt und waren nicht vor halb eins fertig.

Danach hab ich mir das erstbeste Motel gesucht (Super 8 in Costa Mesa), war nicht gerade billig, aber um die Zeit und nach der langen Fahrt hatte ich auch keine Lust noch lang nach einer Schlafmöglichkeit zu suchen.
Hauptthema des zweiten Tages war “Strand” und angefangen habe ich im Süden mit Newport Beach:

Nach einem Standspaziergang bin ich weiter an der Küste Richtung Norden gefahren und es ging praktisch direkt nebenan mit Huntington Beach (ebenfalls im Stadtbezirk Orange County) weiter:

Dort habe ich dann einige Stunden verbracht, den Stand, das Meer und die Sonne genossen und bin am späten Nachmittag weitergefahren, an der Küste entlang durch Long Beach. Danach bin ich noch durch Beverly Hills und Hollywood gefahren, bevor es auch schon dunkel wurde und ich mich auf den Weg zum Hotel gemacht habe.

Zu Abend gegessen habe ich im Outback Steakhouse, das war wirklich sehr lecker und eine echte Riesenportion, so dass ich danach pappsatt im Guesthouse International Hotel in Norwalk angekommen bin.
Am Sonntag hab ich eigentlich eine bessere Stelle für ein Foto vom “Hollywood”-Schriftzug finden wollen, bin dann aber irgendwie im Griffith Park gelandet. Der Griffith Park ist ein riesiger Stadtpark in LA, in dem sich auf dem Mount Hollywood das Griffth Observatory befindet. Das ist eine Art wissenschaftliches Astronomie/Physik/Chemie-Museum mit Planetarium und war sehr interessant und sogar kostenlos.

Vom Mount Hollywood aus hat man auch eine super Übersicht über den Großraum Los Angeles. Leider war die Sicht durch den Smog etwas getrübt, aber wenn man genau hinschaut kann man LA Downtown erkennen.

Danach bin ich noch durch Universal City an den Universal Studios vorbeigefahren, hatte aber leider keine Zeit mehr für einen längeren Aufenthalt. Den Rest des Nachmittags habe ich an den tollen Ständen von Santa Monica verbracht, bevor ich mich am frühen Abend auf die Heimreise gemacht habe. Etwas außerhalb von LA bin ich noch durch Malibu gefahren, dort wurde es aber schon dunkel und ich hatte noch einen langen Weg vor mir. Um etwa halb zwei bin ich wieder in Redwood City angekommen.



Gegen 11:30 Uhr erreichte ich die Grenze zu Colorado und die Landschaft wandelte sich schlagartig: Wo vorher grüne Weidewiesen waren waren nun nur noch dünn bewachsene leicht vertrocknete Grasflächen, die sich in gelb-bräunlicher Farbe bis zum Horizont hinzogen. Auch wurde das Gelände merklich hügeliger.
Der erste Teil von Utah war sehr bergig und hatte tolle Motive zu bieten. Um 13 Uhr bin ich in Salt Lake City angekommen und nach kurzer Essenspause ging es weiter Richtung Westen am Great Salt Lake vorbei. Dann folgte ein Straßenabschnitt, der ca. 42 Meilen (68 km) absolut eben und ohne die kleinste Kurve nur geradeaus ging!
Rechts und links der Straße nur weiße Flächen, die wie Schnee aussahen, so weit das Auge reicht, was aber aufgrund der Außentemperatur (und Innentemperatur, da die Klimaanlage nicht funktioniert
Auf diesen Ebenen (den Bonneville Salt Flats) wurde auch der Geschwindigkeitsrekord an Land aufgestellt.
Je weiter ich nach Westen kam um so mehr verfinsterte sich der Himmel, es wurde extrem windig und es gab sogar einen kleinen Sandsturm.
Erst kurz nach 21 Uhr überquerte ich schließlich die Grenze zu Kalifornien und da es langsam dunkel wurde gibt es leider keine Bilder mehr vom letzten Teil der Fahrt. Die Wolkengrenze zum wolkenlosen Himmel markiert auch ungefähr die Grenze zu Kalifornien
Weit nach Mitternacht bin ich in Mountain View bei Prashanth (meinem Chef) angekommen und konnte die erste Nacht bei ihm auf dem Sofa schlafen. Am Sonntagnachmittag war ich dann das erste Mal im Büro und habe die anderen Mitarbeiter kennengelernt, die sind alle wirklich super cool drauf! Abends habe ich dann auch gleich ein Zimmer in Redwood City gefunden, das relativ günstig war.


Los ging es also am Freitagmittag gegen halb zwei direkt nach Osten Richtung kanadischer Grenze auf der Interstate 69. Die Grenzüberfahrt war ziemlich problemlos und nach etwa fünf Stunden Fahrt (inkl. Pause) sind wir in Niagara Falls (so heißt auch die Stadt an den Fällen) angekommen. Nachdem wir unser Hotel “Days Inn” bezogen hatten sind wir gleich los zu den etwa 10 Gehminuten entfernten Niagarafällen. Die Stadt ist sehr vom Tourismus geprägt, es gibt überall Hotels, Souvenirläden und Vergnügungseinrichtungen. Der Anblick der Fälle war dann sehr beeindruckend, auch wenn die Lichtverhältnisse aufgrund der untergehenden Sonne leider nicht mehr so gut waren. Bis zu 6000 m³ Wasser stürzen pro Sekunde 58 m in die Tiefe. Die Niagarafälle bestehen aus zwei Teilen, die durch die Goat Island getrennt werden. Von der kanadischen Seite aus gesehen befindet sich der US-amerikanische Teil mit 363 m Kantenlänge auf der linken Seiten, der kanadische Teil rechts ist mit fast 800 m Kantenlänge deutlich größer und halbkreisförmig gebogen, deshalb sieht er auf dem Bild unten kleiner aus. Am Samstagmittag war richtig gutes Wetter und so entstanden die besten Bilder erst am zweiten Tag. Außerdem habe ich mit Tobi noch eine Bootsfahrt unternommen, so sind wir ganz nahe an die runter stürzenden Wassermassen gekommen!
Weiter ging es am späten Samstagnachmittag nach Toronto, etwa eine Autostunde von Niagara Falls entfernt. Unser dortiges Hotel “Super 8″ lag direkt in Chinatown, und so sind wir gleich mal losgelaufen um in den unzähligen Souvenir- und “Ramsch”-Läden einzukaufen. Zu Abend gegessen haben wir dann in einem vietnamesischen Restaurant.

